Entdeckungsreisen in die Geschichte, ob subjektiv-spekulativ oder kritisch-analytisch, sind nicht nur ein großes Vergnügen, sondern helfen dabei, einen differenzierten Blick auf die Gegenwart zu werfen – gerade dort, wo so selbstverständlich das geschichtliche Erbe bemüht wird. Das zeigen zwei …
Bauen im Bestand ist nicht allein eine bautechnische, formal-entwurfsstrategische Frage. Wenn es – wie im Fall der Alfred Toepfer Stiftung in Hamburg – um eine Institutionsgeschichte geht und eine Haltung zu Werken und Personen zu entwickeln ist, stellen sich weiter reichende Fragen. Wie …
Die Auseinandersetzung mit dem Bestand der Infrastruktur bietet Gelegenheiten, Autos weitgehend raus aus den Innenstädten zu verbannen und die Mobilität für FahrradfahrerInnen, Fußgänger und Nutzer des ÖPNV zu verbessern – ein Tunnel unter der Elbe in Sankt Pauli zeigt, wie es gehen kann.
Der Förderverein Berliner Schloss bleibt bis heute einem seiner Großspender treu, obwohl Zweifel an dessen politischer Gesinnung schon lange kursierten. Nun sind diese Zweifel durch ein Gutachten belegt. Für den Förderverein ist das kein Grund, sich unmissverständlich von seinem Spender zu distanzieren – und für die Stiftung Humboldt Forum nicht, sich ihrerseits vom Förderverein.
Städte sind große Imaginationsmaschinen. Sie erzeugen Dramen und Komödien, sie lassen hoffen und träumen, sie konzentrieren Entwicklungen, die über ihre räumliche Ausdehnung weit hinausreichen, in ihnen aber konkret werden. Städte sind deswegen auch der Ort fortwährender Desillusionierung.
Die Räume und Häuser der Stadt zu erkunden, sie wertzuschätzen und zu kritisieren, dazu bedarf es guter Argumente und differenzierter Herangehensweisen. Vier Buchempfehlungen.
Die USA – ein weites und in hohem Maße auch: ein fotografiertes Land. Auch der deutsche Fotograf Peter Rathmann reiste durch die USA, eignete sich das Land fotografisch an.
Vielfalt in der Einheit: Meinhard von Gerkan gehört gewiss zu den vergleichsweise wenigen deutschen Architekten, die es zu internationaler Anerkennung geschafft haben – auch mit Bauen in Ländern fragwürdiger politischer Systeme. Der Autor dieses Nachrufs hat Gerkan als dessen Biograf …
Der aus der Schweiz stammende Autor Werner Blaser (1924-2019) ging lebenslang internationalen Kulturen und Tendenzen des Bauens auf wissenschaftlichem Niveau nach, seine Bücher werden weltweit gelesen. Neu aufgelegt: »Tempel und Teehaus in Japan«.
Neue Großprojekte (IV) | Wenig kommentiert und beachtet: Der Bericht des Weltklimarats, der Ende Februar vorgestellt wurde, zeichnet ein düsteres Zukunftsbild. Für das Bauen heißt das: Neubau muss die Ausnahme werden. Der Bestand ist die immer noch missachtete Ressource – auch eine kulturelle, die wir mit Gewinn nutzen können.