László F. Földényi erkundet die Anfänge der Moderne. Es geht immer wieder blutig zu, in diesen „Lebensbildern aus dem Paris des 19. Jahrhunderts“, wie László F. Földényi sein neues Buch mit einer gewissen nonchalanten Untertreibung im Untertitel nennt.
Er hatte Architektur studiert und als Mitarbeiter von Frei Otto zur Planung des Münchner Olympiastadion-Daches ein Fotomessverfahren entwickelt. So kam es: Fritz Dressler entwickelte sich zum leidenschaftlichen Fotografen.
Überraschend ist mit Dieter Leistner einer der bedeutendsten Architekturfotografen des Landes, der auch als Dozent wirkte, verstorben. Als Mensch verschmitzt und lebenslustig einerseits, äußerst genau – geradezu perfektionisch in der Fotografie andererseits.
Nach langer Krankheit ist am 5. Juli 2017 der Fotograf Tomas Riehle gestorben – einer der stilsichersten Interpreten moderner Architektur, die es in Deutschland je gab.
Fotografie als Dokumentation historischer Ereignisse und Zusammenhänge hat keine Halbwertzeit und ist keine Wegwerfware. Dass Museen und andere Institutionen Fotos mit Zustimmung von FotografInnen ins Nichts befördern, ist ein wissenschaftlicher Skandal.
asp Achitekten, Ippolito Fleitz Group und Koeber Landschaftsarchitektur transformieren früheres Modehaus in ein Haus des Tourismus. Die Transformation am Stuttgarter Marktplatz zeigt beispielhaft, wie durch einen konsequenten Bestandserhalt ein moderner, lebendiger Stadtbaustein entstehen kann.
Wenn das Extreme Normalität wird, Systeme sich selbst reproduzieren und der Blick in die Vergangenheit wirkt wie einer auf das, was gewesen sein wird. Eine Ausstellungs-Tour in Frankfurt.
Das Alltägliche jenseits des Alltäglichen – wie ein Fotobuch eine Kraft entfalten kann, die über das hinausgeht, was man über dessen Bilder sagen kann.
Kürzlich ist ein Buch über die Stuckwerkstätten von Kairo erschienen: Zur Straße geöffnete Werkstätten, deren Innenwände und Fassaden mit Mustern übersät sind und die gleichzeitig wie ein Katalog fungieren.