asp Achitekten, Ippolito Fleitz Group und Koeber Landschaftsarchitektur bauen ein Modehaus in ein Haus des Tourismus um. Die Transformation des ehemaligen Modehauses Breitling am Stuttgarter Marktplatz zeigt beispielhaft, wie durch einen konsequenten Bestandserhalt ein moderner, lebendiger Stadtbaustein entstehen kann.
©asp Architekten
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Die Besonderheit des Entwurfs ergibt sich durch zwei Aspekte: Der Bestand aus den 1950er-Jahren wurde konsequent erhalten und mit einer neuen Fassadengestaltung versehen. Durch eine klare Öffnung zum Marktplatz und ein neues Programm mit einer Kombination aus Gastronomie, Tourismusinformation und Arbeitswelten ist ein lebendiger Stadtbaustein entstanden, der dem Ort eine neue Identität und Bedeutung verleiht.
Bestandserhalt im Sinne des Zirkulären Bauens
©asp Architekten
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Komplexe Planungs- und Bauprozesse
©Zooey Braun
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Städtebauliche Einbindung & Architektur
Die Fassade zum Marktplatz bildet dabei ein zentrales gestalterisches Element: Sie gliedert sich konstruktiv in vier Teile, die nach außen hin ablesbar sind. Das Erdgeschoss mit i-Punkt und Gastronomie ist mit einer großzügigen Verglasung versehen, die den Blick auf den Platz freigibt und eine einladende Wirkung erzielt. In den Obergeschossen, in denen flexible Büroflächen untergebracht sind, kommen markante Rahmenkonstruktionen zum Einsatz, die der Fassade Struktur verleihen und sich an der Kleinteiligkeit der Gebäude aus den 1950er Jahren orientieren. Auch das zurückgesetzte Dachgeschoss mit Rooftopbar referiert auf diese Zeit. Ein neuer, klar ersichtlicher Haupteingang sorgt dafür, dass sich das Gebäude in den urbanen Raum integriert und zugleich als offenes, einladendes Gebäude wahrgenommen wird.
Lageplan
Lageplan
Grundriss E0
Grundriss E0
Grundriss E1
Grundriss E1
Grundriss E4
Grundriss E4
Querschnitt
Querschnitt
Multifunktionales Nutzungskonzept
©Zooey Braun
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In den Obergeschossen finden sich die Büroflächen von Stuttgart-Marketing GmbH, Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH sowie Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. Im ersten Obergeschoss wurden zudem Konferenz- und Besprechungsräume untergebracht, die sowohl für die Mitarbeitenden als auch für externe Gäste genutzt werden. Die Räume wurden so gestaltet, dass sie eine Vielzahl von Nutzungsszenarien ermöglichen – vom Workshop bis zur klassischen Besprechung.
Die Büroflächen im zweiten und dritten Obergeschoss bieten Arbeitswelten, die sich an den modernen Anforderungen eines flexiblen, aktivitätsbasierten Arbeitens orientieren. Hier befinden sich rund 50 Arbeitsplätze. Die Raumaufteilung und -gestaltung ermöglicht eine flexible Nutzung, bei der Mitarbeitende je nach Bedarf zwischen offenen und geschlossenen Räumen wechseln können. Von der klassischen Workstation bis hin zur Fokuslounge bieten die verschiedenen Bereiche die passende Atmosphäre.
Im Untergeschoss wurden öffentlich zugängliche Toiletten untergebracht sowie nichtöffentliche und funktional gehaltene Räume für die Gastronomie, Personalumkleidung oder auch zur Unterbringung von Fahrrädern und Technik.
Das Dachgeschoss als fünfte Fassade
©Zooey Braun
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Aufgrund seiner Beispielhaftigkeit wurde das Haus des Tourismus in das IBA’27-Netz aufgenommen, das ergänzend zu den IBA’27-Projekte zukunftsweisende Vorhaben aus der Stadtregion Stuttgart zusammenbringt. Voraussetzungen für die Aufnahme sind ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele und der Mut zum Experiment.
Bild: © Zooey Braun, Stuttgart
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Umbau des Modehauses Breitlings zum Haus des Tourismus, Marktstraße 2, 70173 Stuttgart
Bauherrschaft: Stuttgart Marketing GmbH
Architektur: asp Architekten GmbH, Stuttgart
Projektsteuerung: Turner & Townsend GmbH; Stuttgart
Tragwerk: IGG Gölkl GmbH & Co. KG; Stuttgart
TGA-Planung + Bauphysik: EGS-Plan GmbH; Stuttgart
Elektro-Planung: IB Wörtz Part mbB, Pforzheim
Brandschutz: Endreß Ingenieurgesellschaft mbH; Darmstadt, Stuttgart
Innenarchitektur: Ippolito Fleitz Group GmbH; Stuttgart/DE
Innenarchitektur Gastronomie: Werkkollektiv Planungs GmbH; Stuttgart
Küchenplanung: IGW - Ingenieurgruppe Walter + Partner GBR; Stuttgart
Lichtplanung: Candela gmbh lighting design
Fassadenplanung: IFP Weber GmbH & Co. KG; Argenbühl + Ingenieurbüro Fassadentechnik - Dipl.-Ing. Rainer Neumann; Erdmannshausen
Freianlagenplanung: Koeber Landschaftsarchitektur GmbH
Orientierungssystem: Studio Tillack Knöll GbR; Stuttgart/DE
Baubeginn: Mai 2022
Eröffnung: Oktober 2025