Taschentuchweberei in Blumberg, 1950, Egon Eiermann; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Eberhard Troeger
Vielfach publiziert, mit Ausstellungen geehrt, in Sammelwerken gebührend vertreten. Egon Eiermann kennt man. Sollte man meinen. Eine Ausstellung in Karlsruhe zeigt bislang weniger bekannte und überraschende Facetten seines Werks.
Deutscher Pavillon auf der EXPO ‘58 in Brüssel, Egon Eiermann und Sep Ruf; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Eberhard Troeger
Deutscher Pavillon auf der EXPO ‘58 in Brüssel, Egon Eiermann und Sep Ruf; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Eberhard Troeger
Auratisierungsarbeit
Kesselhaus der Taschentuchweberei in Blumberg, 1950, Egon Eiermann; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Eberhard Troeger
Kesselhaus der Taschentuchweberei in Blumberg, 1950, Egon Eiermann; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Eberhard Troeger
Wettbewerbe und ein Büroausflug
Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in Berlin, 1963, Egon Eiermann; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Horstheinz Neuendorff
Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in Berlin, 1963, Egon Eiermann; saai | Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau, Karlsruher Institut für Technologie, Foto: Horstheinz Neuendorff
Ergänzt wird dieser aufschlussreiche Einblick in die Forschungsarbeit am Eiermann-Archiv zum einen durch eine Bilderstrecke, die Eiermann von der privaten Seite zeigen: eine Vitrine ist einem Büroausflug von 1939 gewidmet, der von Berlin über Apolda und Würzburg in die Heimat Eiermanns führte.
Zum anderen eröffnen einige Fotos von Modellen einen neuen Blick auf Eiermanns Werk. Sie zeigen Wettbewerbsarbeiten, die entweder nicht gewonnen oder nicht realisiert wurden. Hier zeigt sich das Werk Eiermanns vielfältiger, als es das gebaute Werk vermuten lässt. Kreuzförmig angeordnete Terrassenhäuser für die Neue Stadt Wulfen überraschen ebenso wie der Entwurf für eine evangelische Kirche in Baden-Baden, der in seiner Leichtigkeit auf eine Weise Bezüge zur Stuttgarter Schule, zu Rolf Gutbrod und Rolf Gutbier herstellt, die sonst weniger zu spüren ist. Kurzum: Der Besuch dieser Ausstellung, kann jedem Freund der Nachkriegsarchitektur empfohlen werden.