Mit dem Druck auf die Städte wächst auch der auf den öffentlichen Raum. Aber nicht nur die Zentren ändern sich, nicht nur dort müssen Wege gefunden werden, Freiräume zu sichern und die Balance zwischen Offenheit und Benutzbarkeit zu halten. Auch an den Peripherien ist es wichtig, genau …
Astrid Wuttke war Mitglied des Validierungsteams zur Zukunft der Städtischen Bühnen, das 2019 unter der Federführung von schneider+schumacher im Auftrag der Stadt Frankfurt die Überarbeitung der Machbarkeitsstudie von 2017 begleitete und kritisch hinterfragte. Im Interview äußert sie sich zu den wichtigsten Inhalten des Validierungsgutachtens.
Die Digitalisierung der Stadt wird meist recht einseitig diskutiert. In der Regel geht es darum, technische Abläufe und Service-Leistungen zu verbessern, meist unter der Voraussetzung, dass sie von privaten Anbietern stammen, die aber eigene wirtschaftliche Interessen haben. Das war nicht immer so. Und es muss auch nicht so bleiben.
Wir erleben derzeit ein politisches Trauerspiel, wie es lange nicht aufgeführt worden ist. Mittendrin: die CSU. Dass sie ausgerechnet den unter anderem den für das Bauen zuständigen Minister stellt, lässt für die Wohnungspolitik nichts Gutes ahnen. Und das ist noch untertrieben.
Fragen zur Architektur – Zu lange wurde der Städtebau von den Polen Haus vs. Stadt, öffentlich vs. privat geprägt. Das Entwerfen wurde im Städtebau zur Routine-Angelegenheit, das Bauen unempfindlich gegen das Entwerfen. Es deutet sich an, dass sich das ändert: die Grenzen zwischen Architektur und Städtebau weden durchlässiger, zumindest in der Architektur. Nun muss auch das Entwerfen im Städtebau aufgewertet werden.
Wie unter einem Brennglas wurde auf einer Veranstaltung zur Wohnungspolitik deutlich, woran es hakt: an allen Enden. Bei Einfamilienhausgebieten wie beim Thema bezahlbares Wohnen.
In unseren Städten stehen eine Vielzahl von Gebäuden durch die Megatrends Digitalisierung, Verkehrswende und Wandel der Religiosität zur Disposition. Anhand von georeferenzierten Daten lassen sich diese Obsoleszenzen in ihrer Größe und Lage in der Stadt bestimmen – dort, wo sie sich häufen, befinden sich die urbanen Transformationsräume einer zirkulären Zukunft.
Wie noch planen und bauen? Zwei Neuerscheinungen geben mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Perspektiven Antworten. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit widersprechen sie sich nicht, sondern ergänzen sich. Eine dritte Neuerscheinung zeigt, wie Blick in die jüngere Vergangenheit hilfreich sein kann.
Stilkritik (34) Wer noch nicht kreativ ist, sollte es möglichst bald werden. Reich werden damit aber lange nicht alle. Das ist nun auch dem aufgefallen, der den Hype um die "kreative Klasse" ausgelöst hat.