Martin Seeliger, Sebastian Sevignani (Hrsg.): Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit? Sonderband Leviathan 37, broschiert, 498 Seiten. Nomos Verlag, Baden-Baden 2021, 99 Euro ISBN 9783848771714
Martin Seeliger, Sebastian Sevignani (Hrsg.): Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit? Sonderband Leviathan 37, broschiert, 498 Seiten. Nomos Verlag, Baden-Baden 2021, 99 Euro ISBN 9783848771714
Das Dilemma ist tatsächlich, dass – wie schon Adorno formuliert habe – Öffentlichkeit und Demokratie "miteinander verklammert" sind. Aber wie steht es um "Organisation und Funktionsweise" der politischen Öffentlichkeiten?
Zur Entwicklung digitaler Kommunikationsweisen findet sich in dem Buch eine Fülle sorgfältiger Analysen, die die Parameter in den Vordergrund rücken, mit denen die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit(en) in Echokammern, Filterblasen gesteuert wird. Habermas resümiert zur Gegenwart: "Ein demokratisches System nimmt im ganzen Schaden, wenn die Infrastruktur der Öffentlichkeit die Aufmerksamkeit der Bürger nicht mehr auf die relevanten und entscheidungsbedürftigen Themen lenken und die Ausbildung konkurrierender öffentlicher, und das heißt: qualitativ gefilterter Meinungen, nicht mehr gewährleisten kann". Es sei "ein verfassungsrechtliches Gebot, eine Medienstruktur aufrecht zu erhalten, die den inklusiven Charakter der Öffentlichkeit und den deliberativen Charakter der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung ermöglicht". Ein paar Jahre später zeigt sich leider genau, dass den Demokratien der Boden entzogen wird, wenn eben dies unterbleibt.
Herausgegeben von Ana Vollenbroich, Annelen Schmidt-Vollenbroich, Oliver Jahn. Gebunden, 184 Seiten, 90 farbige Abbildungen, 16.5 x 23 cm, Park Books 2024, 29 CFr. ISBN 978-3-03860-355-9
Herausgegeben von Ana Vollenbroich, Annelen Schmidt-Vollenbroich, Oliver Jahn. Gebunden, 184 Seiten, 90 farbige Abbildungen, 16.5 x 23 cm, Park Books 2024, 29 CFr. ISBN 978-3-03860-355-9
Ums schöne Buch an sich geht es auch hie und da – doch wie erwähnt überwiegt die Bewunderung für die Werke anderer ArchitektInnen, die durchweg als Architektur- oder Baukünstler in Erinnerung sind.
In den meisten Fällen ergänzen nur Titelabbildungen die Buchwahl, seltener eine mehr oder weniger typische Doppelseite aus dem erkorenen Buch. Alle Buchfreunden mag das Buch darüber hinwegtrösten, dass die Digitale Natives lieber auf den Bildschirm oder aufs Handy schauen als ein Buch aufzuschlagen. Die Reading Few und die Privatbibliotheksbesitzer dürften alles kennen, was hier zusammengetragen ist. Ein Abgesang fürs Gedruckte ist das Buch allerdings nicht, sondern eher eine kleine Aufmunterung.