Eine Initiative wirbt für eine Bebauung des Tempelhofer Felds. Die CDU unterstützt die Initiative, die SPD denkt darüber nach. Damit ginge man aber doch nur den dringenden und notwendigen Änderungen der Wohnungspolitik aus dem Weg. Zeit, einmal mehr auf die Diskussion von Alternativen zu pochen.
Die Bundesstiftung Baukultur, angesiedelt in Potsdam, steht vor Neuanfängen. 20 Jahre nach ihrer Gründung gilt es, Anspruch und Resultate in Relation zu setzen und einen Blick auf die gegenwärtige Gemengelage von Politik, Baukultur und Bauwirtschaft zu werfen. Gremien wurden beim Konvent im Juni …
Bundesweit stehen die in den Nachkriegsjahren errichteten Kulturbauten auf dem Prüfstand. Oft mangels gebührender Gebäudepflege zeigt sich krass der berüchtigte Sanierungsstau – auch in Bonn. Dort ruft die Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger den „ultimativen Sanierungsnotstand“ für die Bonner Bühnen aus, betroffen sind drei Häuser an drei Standorten.
Wie kann man in einer überregulierten Welt handlungsfähig bleiben – oder es wieder werden? Alle Bemühungen um Entbürokratisierung haben bislang nicht geholfen. Vielleicht, weil sie von einigen, die sie fordern, eigentlich nicht gewünscht ist. Aber auch, weil die Potenziale der Architektur dabei nicht genutzt werden. Das sollte man ändern.
Ökonomisch, ökologisch und baukulturell ist es Irrsinn, Gebäude in einen abrissreifen Zustand verkommen zu lassen. Lange vor der Transformation kommt es deswegen auf gute, verlässliche Konzepte der Gebäudepflege an – es ist höchste Zeit für einen paradigmatischen Wechsel im Blick auf etwas, was …
Klimawandel? Boden, ein schützenswertes, weil unvermehrbares Gut? Demografischer Wandel? Bauen und Kreislaufwirtschaft? Alles unwichtig – jedenfalls dann, wenn das Thema Einfamilienhäuser und dessen Präsenz in politischen Diskussionen als Gradmesser dient. Das Deutsche Architekturmuseum nimmt nun einen neuen Anlauf, die Debatte über Einfamilienhäuser anzuschieben.
Wie man über Natur spricht, hat sich im Lauf der Jahrhunderte stark gewandelt. Das zeigt eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Sie zeigt auch, welche Konsequenzen sich daraus ergeben – für Mensch und Umwelt. Und sie zeigt, wie der Begriff von Natur auf dem Feld politischer Auseinandersetzung instrumentalisiert wurde. Die Ausstellung ist darin aktueller denn je.
International löst sich die regelbasierte Ordnung mehr und mehr auf. Europäer wollen ihre "Werte" eher mit kriegerischer, sogar atomarer Aufrüstung statt mit Diplomatie verteidigen. Die Wertediskussion hat über den Pritzker-Preis und im Kontext des DAM-Preises auch die Architektur-Debatten …
Das Bauen in stark durch die Geschichte bestimmtem Umfeld fordert besonders heraus: Den Bestand zu respektieren, ohne sich von ihm lähmen zu lassen, das ist die Kunst. In Lübeck und in Stralsund ist zu erleben, wie das konkret aussehen kann.
Die TU Berlin besitzt eine einzigartige Sammlung. In ihr werden Theaterbauten dokumentiert – aber viel mehr noch: in ihr wird dokumentiert, wie Theaterbauten verstanden wurden, wozu sie dienen sollten, wie sie politische und gesellschaftliche Systeme repräsentierten.