Bauen auf dem Land ist offenbar keine einfache Sache. Angemessenheit und der Respekt vor dem Kontext werden nicht selten missverstanden als eine äußerliche Attrappe dessen, was man romantisierend verklärt für ländlich hält. Wie es ohne falsches Pathos und ohne ernüchterndes Understatement gehen kann, zeigt eine Veranstaltungshalle im Süden von Rheinland-Pfalz.
Die Debatten um Architektur und Städtebau werden immer mehr vom Bauen im Bestand beherrscht. Allerdings mit einem eingeschränkten Blick, wird darunter doch noch allzu oft der Umbau von Stadtzentren und zentrumsnahen Arealen verstanden. Gewerbegebiete tauchen in diesen Diskussionen so gut wie nie auf. Warum eigentlich?
Wo früher das Stuttgarter Tiefbauamt beheimatet war, sollte in Zukunft auch das Garten- und Friedhofsamt angesiedelt werden. Um Raum für diese neue Anforderung zu schaffen, waren die asp Architekten beauftragt, den Bestand der Baubetriebsstelle umzubauen und zum Betriebsstandort Deckerstraße zu erweitern.
Verrohung? Radikalisierung? Terror? Was hört und liest man nicht alles an Erklärungen der Tatsache, dass sich Gewalt in Wort und Tat in den deutschen Alltag einschleicht. Attentate, Terrorangriffe, Amokläufe, Shitstorms – das alles ist nichts Neues, aber was sich derzeit im Land verändert, hat …
„Ich möchte, dass du mir ein Zelt brächtest…“ – es gibt nicht viele Menschen, die mit wenigen Worten viel bewirken können. Einer von ihnen war Berthold Burkhardt, der am 3. Juni 2025 im Alter von 83 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.
Die Berliner Staatsoper ist am 3. Oktober 2017 vorläufig eröffnet worden, erst Anfang Dezember beginnt der Spielbetrieb. Später als angekündigt, teurer als prognostiziert – damit sind diese beiden Punkte mal abgehakt, denn die gesamte Tagespresse erkennt in Kulturprojekten kaum noch anderes als …
Die Heilbronner Bundesgartenschau ist nicht nur Vehikel, um den Stadtumbau voranzutreiben, sie repräsentiert auch den Anspruch der Stadt am Neckar, aktiv und beispielgebend die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen. Um diesen Anspruch zu dokumentieren, hat man die Gartenschau gleichzeitig als Stadtausstellung ausgerufen. Etwas mehr Experimente hätte allerdings sein dürfen.
Umbauen, Sanieren, Erweitern haben sich zum selbstverständlichen Teil des Architekturpublizierens gemausert. Dennoch darf darüber nachgedacht werden darf, ob mit der gängigen Praxis alles eingeschlossen wird, was das Umbauen bedeuten kann. Das zeigt ein Projekt aus der Nähe von Stuttgart.
In Apolda ist das Ergebnis von zehn Jahren IBA Thüringen zu sehen. Es ist beeindruckend – und ernüchternd zugleich. Es zeigt, dass eine IBA allein uns nicht mehr weiterhilft, wenn die Bereitschaft fehlt, aus ihr Konsequenzen zu ziehen.
Die Frage, was "Geschichte" bedeutet und warum sie – unter anderem – zum Architekturstudium gehören muss, wird in regelmäßigen Abständen immer aufs Neue gestellt. Mit zunehmender Praxisausrichtung des Architekturstudiums wird die geisteswissenschaftliche Beschäftigung mit der Architektur mehr und mehr verdrängt – zulasten der aktuellen Debatten und der gesellschaftlichen Bedeutung von Architektur.