Wohnungsengpässe, Klimawandel, überalterte Bestände: Die Städte müssen umgebaut werden. Zu den Siedlungen mit großen Potenzialen zur Transformation gehören die der Nachkriegszeit. Doch man nutzt deren Potenziale nur, wenn man sorgfältig plant.
Der öffentliche Raum hat eine vielschichtige Relevanz für das Zusammenleben. Im digitalen Raum gehen seine Qualitäten zumindest teilweise verloren – eine latente Bedrohung der offenen Gesellschaft. Eine Antwort darauf kann es sein, physische mit digitalen Räumen zu verknüpfen und für kulturelle Dimensionen zu öffnen.
Stadtentwicklungsinitiativen von unten haben in den letzten Jahren Aufmerksamkeit bekommen. Sie sind wichtig, damit Städte Orte für alle werden können. Doch die Alltagspraxis der Planung steht der Logik der von unten entwickelten Alternativen oft entgegen. Das ändert sich – aber nur langsam.
Die Digitalisierung der Stadt wird meist recht einseitig diskutiert. In der Regel geht es darum, technische Abläufe und Service-Leistungen zu verbessern, meist unter der Voraussetzung, dass sie von privaten Anbietern stammen, die aber eigene wirtschaftliche Interessen haben. Das war nicht immer so. Und es muss auch nicht so bleiben.
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Astrid Wuttke war Mitglied des Validierungsteams zur Zukunft der Städtischen Bühnen, das 2019 unter der Federführung von schneider+schumacher im Auftrag der Stadt Frankfurt die Überarbeitung der Machbarkeitsstudie von 2017 begleitete und kritisch hinterfragte. Im Interview äußert sie sich zu den wichtigsten Inhalten des Validierungsgutachtens.
Stilkritik (42) Die Gründe für eine allgegenwärtige Aneignung der Europoolpalette als architektonisches Element im öffentlichen Raum liegen auf der Hand: Sie ist stabil, standardisiert, kostengünstig, mehrwegfähig und vielseitig einsetzbar. Sie ist aber auch ein Zeichen für das Kreative, Unkonventionelle und Widerständige. Mit ihm schmückt sich inzwischen auch der konventionelle Mainstream.
So mancher Aufbruch in eine vermeintlich bessere Zukunft ist gescheitert. Dennoch darf man sich immer noch fragen, ob nicht wieder Inspiration und Anregung von dem ausgehen kann, was einmal von Hoffnungen auf eine andere Welt getragen war. Drei Buchempfehlungen.
Finale der IBA Heidelberg: Die Abschlusspräsentation der IBA vermittelt einen Eindruck davon, was in den vergangenen zehn Jahren in der Stadt in Bewegung geraten ist, angestoßen und bisweilen sogar gebaut wurde. Die Summe der 23 Einzelprojekte zeigt, dass die Zeiten der spektakulären …
Nachrichten und ein Kommentar: Ein Großer der Architektur hat uns verlassen, die EU-Kommission malt Gas und Atomkraft grün an, es wird stetig weiter abgerissen. Doch die Nachrichten mit dem deftigstem Vokabular kamen in Sachen Architektur und Stadt aus Berlin.