Fotografie als Dokumentation historischer Ereignisse und Zusammenhänge hat keine Halbwertzeit und ist keine Wegwerfware. Dass Museen und andere Institutionen Fotos mit Zustimmung von FotografInnen ins Nichts befördern, ist ein wissenschaftlicher Skandal.
Obwohl immer mehr Bauten der Postmoderne unter Schutz gestellt werden, gelten viele von ihnen noch als „zu jung“, um denkmalpflegerisch erfasst zu werden. Manche von ihnen sind aber bereits vom Abriss bedroht. Doch welche Bauten dieser Zeit verdienen tatsächlich den Status eines Denkmals? Neue Recherchemethoden eröffnen interessante Perspektiven.
Bruno Latour und Thomas Sieverts haben sich lange und auf je eigene Weise mit dem „Dazwischen“, mit hybriden Räumen, mit nichtmenschlich-menschlichen Kollektiven beschäftigt und die eingeübte dualistische Sichtweise auf Stadt und Natur hinterfragt. Aber sind ihre Arbeiten wirklich eine Hilfe, um der Klimakatastrophe zu begegnen?
Der zweite mehrerer Teile zum Thema neuer »Großprojekte« widmet sich der verfehlten Berliner Stadtplanung: Wieso spricht man eigentlich von Immobilien? Liegt es möglicherweise daran, dass die Protagonisten mancher städtebaulichen Diskurse in Berlin genauso unbeweglich sind, wie die Häuser, die …
Der Reflex ist bekannt – in Verbindung mit der drängenden „Wohnungsfrage“ in deutschen Großstädten, insbesondere in Berlin, fällt schnell der Hinweis auf den vielversprechenderen Weg, den Wien seit Jahrzehnten geht. Auch die Geschichte, wie die Ideen und Projekte des Roten Wien verbreitet wurde, liefert ihre Lehren.
Für die deutschsprachige Fachwelt war die Nachricht völlig unerwartet und schockierend. Am 5. November starb in Wien die profilierte Architekturwissenschafterin und -publizistin Iris Meder an einer Krebskrankheit. In der einschlägigen Szene hinterlässt das eine unersetzliche Lücke.
Noch hat Frankfurt das Image einer weltoffenen Stadt mit vielfältiger Kultur. Dazu gehört das nach dem Zweiten Weltkrieg in der Architektur des Wiederaufbaus manifestierte Bekenntnis zum demokratischen Neuanfang in der Metropole des Wirtschaftswunders. Doch dieses Image ist bereits ausgehöhlt. Nun sollen die Städtischen Bühnen abgerissen werden – ohne dass über das Theater, das hier gespielt werden soll, diskutiert wurde.
Der Alltag — Orientierung und Maßstab in der Architekturgeschichte? Teil 1: Architektur auf ihre Rolle im Alltag zu befragen, ist kein leichtes Unterfangen, denn das Alltägliche lässt sich kaum als etwas betrachten, das außerhalb von uns wäre. In der Architekturgeschichte spielt das Alltägliche deswegen kaum ein Rolle. Architektur soll im Gegenteil gerade nicht alltäglich sein.
Der aus der Schweiz stammende Autor Werner Blaser (1924-2019) ging lebenslang internationalen Kulturen und Tendenzen des Bauens auf wissenschaftlichem Niveau nach, seine Bücher werden weltweit gelesen. Neu aufgelegt: »Tempel und Teehaus in Japan«.
In Stuttgart wurde am 4. Mai eine Ausstellung eröffnet, die im Vorfeld des 2019 anstehenden Bauhaus-Jubiläums den Bauhaus-Mythos kritisch unter die Lupe nimmt. Angesichts des zu erwartenden Hypes eine schon jetzt notwendige Relativierung.