Im Spannungsfeld aktueller Debatten zeigt eine Ausstellung in Köln Hochhausentwürfe für den dortigen Heumarkt, die 100 Jahre alt sind. Sie sagen viel über die Idee von Stadt damals aus, aber auch über die Diskussionen zum Stadtbild von heute. 1925 schreibt die Stadt Köln unter Oberbürgermeister …
Astrid Wuttke war Mitglied des Validierungsteams zur Zukunft der Städtischen Bühnen, das 2019 unter der Federführung von schneider+schumacher im Auftrag der Stadt Frankfurt die Überarbeitung der Machbarkeitsstudie von 2017 begleitete und kritisch hinterfragte. Im Interview äußert sie sich zu den wichtigsten Inhalten des Validierungsgutachtens.
Die Mannheimer Multihalle ist die bis heute weitestgespannte Holzgitterschale der Welt. Sie wurde als freitragende, doppelt gekrümmte Gitterschalenkonstruktion von den Architekten Carlfried Mutschler, Joachim Langner und Frei Otto für die Bundesgartenschau 1975 entworfen und gebaut, statische …
Erneut ist ein prominentes Beispiel vom Abriss-Alltag betroffen. Im Zentrum Stuttgarts soll ein Haus zerstört werden, das Teil der Nachkriegsgeschichte der Stadt und untrennbar mit ihr verbunden ist: das Haus der Buchhandlung Wittwer. Das Gebäude ist nicht nur das Zeugnis einer Bauepoche, sondern auch das einer jungen Demokratie im Aufbruch – deren Zeugnisse aber auch anderswo verschwinden.
Die politische Bedeutung des Bauens wird weder von leidenschaftslosen Genehmigungsbehörden, umsatzorientierten Baulöwen, Vertretern des Stadtmarketings und erst recht nicht von den sogenannten fortschrittlichen Kräften bestritten. Das Irritierende ist nur, dass bestimmte architektonische …
Architektonisch war das letzte Jahrzehnt der Mauerstadt wahrlich bewegend. In der Berlinischen Galerie fragt jetzt die Ausstellung "Anything goes?", was man in West und Ost unter „Revision der Moderne“ verstand. Wie ein Geschenk dazu hätte die Unterschutzstellung des Ostberliner Gendarmenmarkts …
Hartnäckig sind sie ja, die Kämpfer um einen gemeinsamen Welterbe-Status für die zwei Paradestücke der Berliner Nachkriegsarchitektur. 2013 an die UNESCO eingereicht, war ihr Antrag „Zwei deutsche Architekturen – Karl-Marx-Allee und Interbau 1957“ von der Tentativkommission zurückgestellt worden, zwecks tieferer wissenschaftlicher Fundierung. Impressionen einer Berliner Konferenz
Die Werkssiedlungen von Krupp in Essen, Eisenheim in Oberhausen oder das Postdörfle in Stuttgart sind als Arbeitersiedlungen zwar bekannter, aber einige der größten, inzwischen denkmalgeschützten Kolonien entstanden in Ludwigshafen am Stammsitz der BASF, die der Chemie-Konzern bis heute pflegt …
Umbau und Bestandserhalt sind nicht nur wichtig, um das Klima nicht noch weiter zu belasten. Was sie wert sind, zeigt sich manchmal auch in direkter Konfrontation mit dem Neuen, das in der Nachbarschaft des Erhaltenen entsteht. Zwei Beispiele aus Berlin und Nürnberg.
Vor kurzem erschien das erste von der Initiative "Die Betonisten" herausgegebene Buch, es behandelt die Architektur von Mainz aus der Zeit von 1970 bis 2000. Wir veröffentlichen hier das Vorwort in abgeänderter und erweiterter Form.